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TopfFit

- die liebevolle Kommunikation der Babypflege

Die Zeichen der Mutter

Viele Mütter machen ein akustisches, ein visuelles Zeichen und/oder ein körperliches Zeichen (manchmal beides in Kombination), wenn sie ihr Baby zur Toilette bringen.

Visuelle Zeichen

Als visuelles Zeichen kannst Du z. B. eine bestimmte Geste nehmen, es bietet sich hier ein Zeichen aus der Gebärdensprache an. Ich habe meine rechte Hand zur Faust gebildet (Daumen in der Faust) und mit der Faust und dem Unterarm dann kurz dreimal rauf- und runter geschwenkt. Manche Babys übernehmen irgendwann diese Geste. Ich hab bei meiner Tochter aber nicht immer dieses Zeichen angewandt - weil ich oft nicht dran gedacht hab und lieber ein "pssssch" machte -, so dass mein Kind die Geste nicht übernahm.

Akustische Signale (Geräusche)

  • "pssssch"
  • "pipi"
  • "aa"
  • "sssssss"
  • "hmmmmmm" (z. B. für den Stuhlgang)
  • oder ähnliches

Dein Baby wird Euer Geräusch mit der Zeit mit dem Pipimachen verbinden und das Geräusch auch selbst machen, wenn es muss. Keine Angst: Das ist keine Konditionierung; Dein Baby wird nicht jedesmal - auf Kommando sozusagen - lospieschern, wenn Du das Geräusch machst, sondern nur dann, wenn es auch wirklich muss.

Körperliche Zeichen und Schlüsselbotschaften

Wenn Du Dein Baby mit seinem Rücken gestützt an Deinen Bauch abhältst, kannst Du ihm auch eine Hilfe bei seinem Stuhlgang geben, in dem Du Deinen Bauch fest anspannst und ihn dann gegen den Rücken Deines Babys drückst. Dein Baby wird wahrscheinlich auch anfangen, zu drücken (meine Tochter hat immer gerne mitgemacht). Dadurch werden die Darmbewegungen unterstützt, und Dein Baby kann leichter AA machen.

Die Inuit-Mütter in Alaska halten ihr Baby über eine Schüssel oder Topf auf ihrem Schoß ab und pusten ihm dabei sanft auf den Kopf. Judith Goldsmith schreibt in ihrem Buch Childbirth Wisdom from the World's Oldest Societies über die Bafut-Mütter in Kamerun, die als Schlüsselsignal zum Wasserlassen ihr Baby hoch und runter schaukelten. Zur Aufforderung zum Stuhlgang hielten sie es ruhig über den Boden.

Eine weitere Schlüsselbotschaft kann auch das Ausziehen sein. Gerade in kälteren Regionen (wie z. B. in der Heimat der Indianer in Nordamerika oder auch bei den Eskimos) sind die Babys ja immer gut geschützt eingepackt in warmen Fellen. Sie werden nur zu "besonderen" Gelegenheiten ausgezogen - wie zum Pipi-und-AA-Machen.

Im Winter (Herbst) kann das Unten-rum-Auskleiden auch in unseren Breitengraden ein Zeichen für Dein Baby sein, dass es sich gleich ganz entspannt und unten frei erleichtern kann.

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